Die Abteilung

Historie

Der Handballsport in Borstendorf hat eine lange Tradition und reicht bis ins Jahr 1926 zurück. In dieser Zeit fanden sich Mitglieder des Turnvereins zusammen, um die erste Männerhandballmannschaft zu formen. Ihr erstes Spiel im Gründungsjahr gewannen sie gegen Pockau mit 7:1.

1.Männermannschaft 1926

Aus dieser Euphorie erwuchs eine Leidenschaft im Ort zum Sport um den kleinen Ball. Jeder hatte Lust und Spaß am Handball spielen. Mit dieser Einstellung verzeichnete Borstendorf etliche Erfolge und wurde schnell ein gefürchteter Gegner in ganz Sachsen. So kam es, dass Borstendorf Gaumeister 1932\ 33 wurde.

der Gaumeister 1932\33

Mit den sich einstellenden Siegen, wurde das Interesse der Bewohner geweckt und es wurden neue Mannschaften eröffnet, wie Jugendmannschaften, auch eine Frauenmannschaft konnte gemeldet werden, letztere gestalteten die 50er Jahre sehr erfolgreich. Mit diesen Erfolgen im Rücken, nahm man selbstverständlich auch an Festumzügen teil und präsentierte stolz die Farben des Vereins. Am 01.01.1953 wurde dieser umstrukturiert und die BSG Papierfabrik wird der Sportvereinigung Rotation eingegliedert und erhielt den Namen BSG Rotation Borstendorf und ihr noch bis heute gültiges Wappen.

Auch unter dem neuen Namen wurde um Siege gerungen, so konnte Mannschaftsleiter Erich Hübner die 1.Männermannschaft der 60er Jahre präsentieren. In dieser Mannschaft spielten namenhafte Handballer, wie Max Pfefferkorn, Dietmar Ender und der unvergessene Helmut Uhlig.

In der Folgezeit machte sich Borstendorf weiter einen Namen und konnte immer mehrere Mannschaften melden, da die Popularität des Handballs im Ort gleich viele Leute zu den Sportstätten lockte, wie der Fußball.

In den 60er Jahren spielte die erste Vertretung in der Berzirksliga und wurde bis 1965 viermal Kreispokalsieger. Zu dieser Zeit begann sich der Hallenhandball durchzusetzen. Die Borstendorfer Handballer verkrafteten die Umstellung vom Großfeld auf die Halle zunächst gut. Später machte sich jedoch das Fehlen einer spielfähigen Halle im Ort bemerkbar. Deshalb hatte man gegenüber Vereinen mit geeigneten Heimhallen das Nachsehen. Als Alternative bot sich ab 1974 der Kleinfeldsportplatz am Freibad, bei dessen Bau die Handballer über 1000 freiwillige Arbeitstunden leisteten, an. Inzwischen hat dieser Platz viele sehenswerte Handballturniere erlebt.

Ab 1976 kümmerte man sich wieder verstärkt um den Handball- Nachwuchs. Insbesondere die Sportfreunde Helmut Uhlig, Helmut Schrempp, Dietmar Ender und Rolf Ender leisteten erfolgreiche Aufbauarbeit. Borstendorfer Kinder- und Jugendmannschaften feierten gute Platzierungen bei der Kreisspatakiade.

Ab Mitte der 80er Jahre zahlten sich die Bemühungen um die Handballjugend auch im Männerbereich aus: Borstendorf wurde viermal Kreisunionsmeister( 1989, 1991, 1993 und 1994) und zweimal Kreispokalsieger. Die politische Wende in der DDR brachte neben neuen Herausforderungen auch neue Möglichkeiten: So wurde die alte Bekanntschaft mit dem ATV Kulmbach wiederbelebt, an dessen Turnieren zur "Kulmabcher Bierfestwoche" man sich bis zur Absetzung alljährlich beteiligte. Noch heute besteht ein freundliches Verhältnis zu den Sportfreunden aus Oberfranken.

1994 stiegen die Borstendorfer Handballer in die Bezirksklasse auf. Trainer Heinz Schäffer verstand es, das sportliche Niveau der Mannschaft auch durch Einbeziehung junger Spieler weiter zu verbessern. So belegten die Handball- Männer in der Saison 1999/2000 hinter dem EHV Aue III Platz zwei der Bezirksklasse und wagten das Abenteuer Bezirksliga. Die erste Saison in dieser Spielklasse meisterten alle Prodagonisten mit Bravour und erreichten im Vergleich mit Mannschaften wie HSG Freiberg III; EHV Aue III und den TSV Zschopau den sechsten Platz. Bis zu 300 Zuschauer erlebten spannende Heimspiele in der Zschopauer Halle. Leider fehlt in Borstendorf noch immer eine geeignete Sporthalle. Um so höher ist die Leistung der Handballer zu bewerten, die sich trotz vergleichsweise ungünstigen Bedingungen in den letzten Jahren spielerisch weiter steigern konnten.

 

Leider fehlen mir noch Informationen über die verbleibenden Jahre, diese werde ich so schnell wie möglich nachreichen und die Historie vervollständigen.

 

Abschließend lässt sich sagen:
Mit Respekt spricht man heute nicht nur im Erzgebierge, sondern auch im Vogtland oder Oberfranken vom Handballort Borstendorf. Dabei haben Geselligkeit und Zusammenhalt außerhalb des Spielfeld ebenso zum Bestehen des Handballvereins beigetragen, wie spielerisches Können. Für die kommenden Jahre wünschen sich die Handballer viele neue Mitstreiter: Leute, die sich für den Sport engagieren, die den erfolgreichen Weg des Vereins weitergehen und nicht zuletzt auch für den Ort Borstendorf Sinnvolles tun wollen.